Nachhaltige Finanzen für Straelen: Warum wir echte Konsolidierung statt Papiertiger brauchen
Die finanzielle Situation unserer Heimatstadt fordert uns allen einiges ab. Die mittelfristige Finanzplanung zeigt klar: Wenn wir die Handlungsfreiheit unserer Blumenstadt Straelen bewahren wollen, müssen wir handeln. Aber wie wir sparen, entscheidet darüber, ob Straelen lebendig, grün und handlungsfähig bleibt – oder ob wir unsere eigene Zukunft kaputtsparen.
In der Ratssitzung steht ein Antrag der CDU-Fraktion für ein sogenanntes „freiwilliges Haushaltssanierungskonzept“ im Raum. Als Grüne Fraktion haben wir dazu einen klaren Änderungsantrag eingereicht. Denn wir sind überzeugt: Wir brauchen tatsächliche Veränderungen und keine teuren Konzeptpapiere für die Schublade.
Taten statt teurer Berater: Unser Weg aus der Schuldenfalle
Ein riesiges, bürokratisches Sanierungskonzept bindet wertvolle Zeit und Arbeitskraft im Rathaus. Ohne Hilfe von außen ist das kaum zu stemmen – und externe Berater kosten Geld, das Straelen an anderer Stelle dringend braucht.
Anstatt viel Geld für Gutachten auszugeben, sollten wir vorhandene Analysen nutzen und direkt handeln:
- Strukturen anpassen: Wir müssen Verwaltungsprozesse dauerhaft optimieren, anstatt nur an Symptomen herumzudoktern.
- Keine starren Sparquoten: Pauschale Milloneneinsparungen auf dem Papier klingen gut, führen in der Praxis aber oft nur dazu, dass wichtige Investitionen vorschnell gestrichen oder verschoben werden.
- Zukunftsinvestitionen schützen: Ob Klimaschutz, Schulen, Radwege oder Vereinsförderung – wer heute an der Infrastruktur spart, zahlt morgen das Vielfache.
„Entscheidend ist nicht die Erstellung eines weiteren Konzeptpapieres, sondern die tatsächliche Veränderung von Strukturen, Prozessen und Prioritätensetzungen.“ – Hans-Hermann Terkatz, Fraktionsvorsitzender
Was wir konkret beantragen
Damit Straelen finanziell stabil bleibt und eine drohende gesetzliche Haushaltssicherung verhindert wird, setzen wir auf einen lösungsorientierten Fahrplan:
- Verzicht auf Papiertiger: Kein aufwendiges „freiwilliges Haushaltssanierungskonzept“ und keine rein rechnerischen Euro-Einsparziele vorab.
- Konkrete Maßnahmen bis Mitte 2026: Die Verwaltung soll dem Rat bis Sommer 2026 direkt umsetzbare Vorschläge zur nachhaltigen Konsolidierung vorlegen.
- Einnahmen und Ausgaben im Blick: Eine echte Sanierung gelingt nur, wenn wir Aufwendungen optimieren und Erträge sichern – sozial gerecht und ökologisch nachhaltig.
- Beratung in den Fachausschüssen: Transparenz ist uns wichtig. Alle Vorschläge müssen in den zuständigen Ausschüssen gemeinsam mit den Expert*innen aus der Politik und Bürgerschaft diskutiert werden.
