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Für GO/Grüne heißt der nächste Straelener Bürgermeister Bernd Kuse

31. Januar 2020

Die vier Oppositonsgruppierungen in Straelen haben sich zusammengetan und gemeinsam einen Bürgermeisterkandidaten gesucht - und gefunden.

Im Folgenden stellt sich Bernd Kuse als Kandidat vor und benennt seine Ziele und Beweggründe.
Weitere Daten im Lebenslauf

Bernd Kuse, der nächste Straelener Bürgermeister

Bernd Kuse

Ich bewerbe mich als Bürgermeister, um Verantwortung für das Wohl Straelens und seiner Einwohner zu übernehmen und damit unsere Demokratie als Wiege - gerade des kommunalen - Zusammenlebens zu unterstützen.

Als Master of Public Management bin ich seit 2,5 Jahren für Personal, Organisation und Finanzen der Stadt verantwortlich. Ich bin damit maßgeblich an der Entwicklung unserer Stadt beteiligt. Ich leite einen motivierten Fachbereich und traue mir zu, mit meinem geradlinigen, motivierenden und verlässlichen Führungsstil für alle rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung verantwortlich zu sein.

Bereits heute arbeite ich daran, die Stadtverwaltung als modernen und attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Seit zwei Jahren leite ich nun den Prozess der hausinternen Personalentwicklung. Dies gilt es genauso fortzusetzen wie die Digitalisierung der Verwaltung. Mittelfristig ist es das Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern so viele Dienstleistungen wie möglich auf elektronischem Wege anbieten zu können.

Politisch werde ich als Nicht-Straelener den Bürgerinnen und Bürgern nicht die Entwicklung ihrer Stadt vorschreiben wollen. Ich sehe mich eher als Moderator des politischen Prozesses zur Meinungsbildung. Doch liegt es wohl ein Stück weit in meiner Natur als Kämmerer, dass ich grundsätzlich zu dem Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes stehe. Straelen hat ein überdurchschnittliches Leistungsangebot bei unterdurchschnittlichen Steuersätzen.

Insofern wird sich aufgrund des geänderten Finanzaufkommens in den nächsten Jahren einiges ändern müssen, wenn das bisherige Niveau der städtischen Leistungen beibehalten werden soll. Nach der Wahl muss vor diesem Hintergrund das Stadtleitbild überarbeitet werden, um die künftigen Prioritäten der Stadtentwicklung festzulegen. Die Neuausweisung von Wohnbau- oder Gewerbeflächen wird durch konkurrierende Nutzungen immer schwieriger. Der Stadtrat muss sich daher die Frage stellen, inwieweit die Stadt künftig noch auf Wachstum ausgelegt sein soll.

Dies wird auch Einfluss auf den Umgang mit drängenden Problemen haben. Ich denke hier an den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung sowie unter anderem an die Entwicklung der Schullandschaft. Und schließlich stellt sich auch die Frage, wie sich Straelen künftig als Wirtschafts- und Gewerbestandort entwickeln soll.
Dringend angegangen werden muss das Problem des Wohnungsmangels in Straelen. Angefangen bei der Unterbringung von Flüchtlingen als städtische Aufgabe bis hin zu preisgünstigen Mietwohnungen für alle Bevölkerungsschichten herrscht großer Bedarf, den es zu decken gilt.

Bei all den anstehenden Aufgaben wird die Stadt künftig vermutlich weniger leisten können als heute. Es gilt also vorrangig, das Ehrenamt zu stärken. Wir müssen auf der einen Seite den zahlreichen Ehrenamtlern unseren tiefsten Dank zum Ausdruck bringen und auf der anderen Seite möglichst viele Menschen dazu motivieren, ein Ehrenamt zu übernehmen.
Dabei möchte ich mit Verantwortungsbewusstsein vorangehen. Es ist Aufgabe der Verwaltung, Entscheidungen entsprechend fundiert und gerne auch mal quer gedacht vorzubereiten, so dass die Politik in die Lage versetzt wird, auch mutige und nicht einfache Entscheidungen ohne schlechtes Gewissen treffen zu können.

Gerade im politischen Diskurs stehe ich dabei für einen sachlichen und menschlichen Umgang miteinander, der Meinungsunterschiede ja nicht ausschließt. Auch möchte ich die Ratsfraktionen frühzeitig in laufende Projekte und Entscheidungsfindungen einbinden und entsprechend informieren.
Und zur Transparenz gehört es sicherlich auch, die Bürgerschaft rechtzeitig und umfassend mitzunehmen. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Verwaltung diesbezüglich auch heute schon gut aufgestellt ist. Sicher kann man aber die Information der Bürgerschaft zum Beispiel durch Hinweise auf aktuelle Bekanntmachungen oder Sitzungsthemen im Internet und auf Facebook oder durch regelmäßige Sprechstunden des Verwaltungsvorstandes in den einzelnen Ortschaften noch verbessern.

Und so wäre ich dann auch schon beim letzten Punkt, den ich ansprechen möchte - der Ehrlichkeit. Ich denke, es ist schon deutlich geworden, dass ich für einen Kurs stehen möchte, der eine einheitliche und ehrliche Linie verfolgt. Lassen Sie uns alle gemeinsam wieder ehrlich ansprechen, was geht. Aber eben auch, was nicht geht.