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Knapp vorbei ist auch daneben: Wir fordern mehr Engagement für den Bereich  Stadtmarketing und Tourismus von der Verwaltungsspitze!

Straelen, 20. November 2018

Die Verwaltung hat am vergangenen Dienstag im Ausschuss für Wirtschaft und  Tourismus (W+T) u.a. Mittel in Höhe von 40.000,- Euro zur Umsetzung einer „Scrollytelling-Website“ beantragt. Wir stimmten im zuständigen Ausschuss gegen diese Investition.

Uwe Bons, zuständiger Dezernent für den Bereich Tourismus und Stadtmarketing, sieht hierin die Umsetzung des zentralen Ergebnisses aus den Workshops des vergangenen Jahres. Mit Hilfe einer innovativen Website (sog Scrollytelling = Mix aus  Storytelling und scrollen) soll „die Story Straelens“ visualisiert werden. 

Wir stimmten im zuständigen Ausschuss gegen diese Investition, obwohl die Idee der „Story“ von uns in den Workshop eingebracht wurde. Im Ausschuss W+T begründete ich dies damit, dass die Beteiligten nicht verstanden haben, worum es im Kern geht. Gemeinsam mit den zuständigen Akteuren sollte eigentlich das  Alleinstellungsmerkmal Straelens, die Story also, herausgearbeitet werden, damit alle beteiligten Akteure am gleichen Strang ziehen.

Um das zentrale Ziel aus dem Workshop, eine höhere Wertschöpfung durch mehr Tourismus, zu erreichen, müssen wir uns im Wettbewerb der Kommunen durchsetzten. Das schaffen wir langfristig nur, wenn wir uns unserer Stärken bewusst sind und diese einheitlich nach außen kommunizieren. Bei der Verwaltungsvorlage sehen wir leider, dass der Wille der Veraltungsspitze nicht da ist, sich diesen Schuh anzuziehen. Die Verwaltung sollte unserer Meinung nach kein Geld für eine, bestimmt sehr innovative, Website ausgeben, solange wir noch nicht einmal wissen, was wir dort kommunizieren wollen. Geschweige denn unsere vorhandene Website so zu pflegen im Stande sind, dass relevante Informationen, wie grundlegende Informationen über die Einzelhändler inkl. Öffnungszeiten, dort niederschwellig zu finden wären.

Jetzt ist interner Umsetzungswille gefragt und nicht übereiltes Delegieren an Externe. Gleiches gilt für die Innenstadtentwicklung. Auch hier benötigen die guten Ansätze und die Arbeit der Innenstadtmanagerin die volle Unterstützung von Rat und Verwaltung.

Gemma Russo-Bierke